Yazılıkaya – Midas-Denkmal
Yazılıkaya, ein Dorf in der Provinz Eskişehir, Türkei, beherbergt eine archäologische Stätte, die phrygische Überreste und eine Inschrift über König Midas enthält.
Archäologische Beweise deuten darauf hin, dass die menschliche Besiedlung in der Region bis in die frühe Bronzezeit zurückreicht, obwohl es keine Hinweise auf eine kontinuierliche Besiedlung gibt. Die bedeutendsten Monumente in Yazılıkaya wurden zwischen 800 und 600 v. Chr. erbaut, zu einer Zeit, in der es der zweitwichtigste Ort der phrygischen Zivilisation war, nach der Hauptstadt Gordion. Vier Festungen auf nahegelegenen Hügeln – Akpara, Pişmiş, Gökgöz und Kocabaş – schützten die Region.
Es wird angenommen, dass die Phrygier die Region Yazılıkaya etwa um 500 v. Chr. verließen. Später, um das Jahr 300 n. Chr., wurde die Region von hellenistischen, römischen und byzantinischen Kulturen besiedelt, die Anatolien kolonisierten, wie die Strukturen und Inschriften in der Nähe belegen.
Yazılıkaya beherbergt das beeindruckende Midas Monument, eine Kalksteinstruktur, die auf etwa 500 v. Chr. datiert wird und mit kunstvollen Dekorationen verziert ist. Das Monument ist in den vertikalen Felsen gemeißelt und ähnelt einem Tempelportal, mit einer flachen Nische, die dem Schwellenbereich des Aufenthaltsortes der Göttin Kybele ähnelt. Die quadratische Fassade des Gebäudes hat eine Seitenlänge von 16 Metern und imitiert den phrygischen Megaron-Stil, der einen tiefen Saal vorne und eine flache Veranda oder Eingang hinten aufweist. Die Nische ist von geometrischen Mustern umgeben, die ein Labyrinth ähneln, und ein Akroterion ziert die Struktur, das leider bis heute nicht erhalten geblieben ist.
Eine alte phrygische Inschrift über der Fassade des Monuments besagt, dass es zu Ehren von König Midas von einem gewissen Ates, der möglicherweise ein Priester war, geweiht wurde. Da jedoch mehrere phrygische Herrscher den Namen Midas trugen, sind Forscher unsicher über den genauen Ursprung des Monuments. Trotz dieser Unsicherheit bleibt das Midas Monument ein beeindruckendes Zeugnis für die künstlerischen und kulturellen Leistungen der phrygischen Zivilisation.
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