Safranbolu

Safranbolu

Safranbolu, eine osmanische Stadt an der wichtigen Handelsroute zwischen Ost und West, hat die Zeiten überdauert und bewahrt bis heute eine einzigartige Verbindung von Topografie und historischer Architektur. Die strategische Lage der Stadt brachte großen Wohlstand durch den Handel mit sich und führte zur Entwicklung eines urbanen Standards, der weite Teile des Osmanischen Reiches beeinflusste.

Safranbolu

Archäologische Befunde belegen, dass das Gebiet bereits seit prähistorischer Zeit besiedelt war, wie die in den Fels gehauenen Gräber zeigen. Die Türken übernahmen die Stadt im 11. Jahrhundert, woraufhin sie sich rasch zu einem bedeutenden Zentrum an der Haupt-Handelsroute entwickelte. Zu den erhaltenen Bauwerken aus dieser frühen Zeit zählen die Alte Moschee, das Alte Bad sowie die Süleyman-Pascha-Medrese, die alle im Jahr 1322 n. Chr. errichtet wurden.

Im 17. Jahrhundert erreichte der Karawanenhandel seinen Höhepunkt, und zahlreiche Bauwerke aus dieser Epoche sind bis heute erhalten geblieben. Dazu gehören der Cinci Han mit 60 Gästezimmern (erbaut zwischen 1640 und 1648), die Köprülü-Moschee (1661) sowie die İzzet-Pascha-Moschee (1796). Darüber hinaus existieren zahlreiche Läden, Stallungen und Badehäuser.

Die Altstadt von Safranbolu bewahrt eine außergewöhnliche Dichte historischer Bausubstanz mit insgesamt 1.008 registrierten Kulturdenkmälern. Dazu zählen 25 Moscheen, 5 Mausoleen, 8 historische Brunnen, 5 türkische Bäder, 3 Karawansereien, ein historischer Uhrturm, eine Sonnenuhr sowie Hunderte von Häusern und Herrenhäusern. Hinzu kommen Siedlungshügel aus der Antike, Felsgräber und historische Brücken. Die Altstadt liegt in einer tiefen Schlucht in einem trockenen Gebiet im Regenschatten der Berge, während sich die Neustadt auf einem Plateau etwa zwei Kilometer westlich der Altstadt befindet.

Der Name der Stadt leitet sich vom griechischen Wort „polis“ (Stadt) und von „Safran“ ab, da Safranbolu einst ein bedeutender Handelsplatz für dieses kostbare Gewürz war. Safran wird noch heute in Davutobası, etwa 22 km östlich von Safranbolu, angebaut und zählt zu den hochwertigsten Sorten der Welt.

Als Anerkennung für den außergewöhnlichen Erhalt der osmanischen Wohnhäuser und der historischen Architektur wurde Safranbolu im Jahr 1994 in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen.

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