Antike Stadt Korykos
Korykos ist eine historisch bedeutende Siedlung, die an den Hängen eines Berges liegt, der bis zur Küste reicht, 65 Kilometer östlich von Mersin und 25 Kilometer von Silifke entfernt.
Nach Herodot wurde Korykos von Korykos selbst gegründet, und die ersten Aufzeichnungen über die Stadt reichen bis in die hethitische Zeit zurück. Der Großteil der heute sichtbaren Überreste stammt jedoch aus der hellenistischen Epoche. Die ersten Stadtmauern aus geflochtenen polygonalen Steinen auf Felsformationen sowie die frühesten bekannten Beispiele städtischer Befestigungen gehen auf diese Zeit zurück. Im 1. Jahrhundert v. Chr. erklärte die Stadt infolge politischer Unruhen nach dem Tod von König Antiochos IV. ihre Unabhängigkeit.
Während der römischen Zeit wurde die Stadt nach Osten erweitert, und im 4. Jahrhundert n. Chr. entstanden neue Verteidigungsanlagen; in dieser Epoche erreichte Korykos seinen Höhepunkt. Auch die christliche Periode nimmt einen wichtigen Platz in der Geschichte von Korykos ein. In diesem kleinen Gebiet nördlich der Straße zwischen Mersin und Silifke, angrenzend an die römische Nekropole, befinden sich vierzehn Kirchen aus dem 4. bis 7. Jahrhundert n. Chr.. Die Kirchen von Korykos weisen unterschiedliche architektonische Gestaltungen auf und zeigen Einflüsse aus Syrien, Konstantinopel und sogar aus Ägypten.
Später wurde Korykos von den Seldschuken und dem Armenischen Königreich von Kilikien beherrscht. Das Armenische Königreich von Kilikien errichtete im 12. Jahrhundert die Burg von Korykos auf älteren Befestigungen. Nach mehreren Umbauten und Erweiterungen erhielt die Burg im 13. Jahrhundert ihre heutige Gestalt. Aufgrund von Angriffen der Karamaniden-Dynastie verkauften die Armenier Korykos im 13. Jahrhundert an Zypern; später wurde es von den Osmanen erobert.
Die auf einer kleinen Insel gelegene Seeburg (Kızkalesi = Jungfrauenburg), die auf Felsen 200 Meter vor der Küste erbaut wurde, diente dem Schutz der Bucht vor feindlichen Angriffen, indem sie als erster Kontrollpunkt fungierte. Die Landburg wurde anschließend als ergänzendes Verteidigungssystem errichtet. Die Mauern sind 192 Meter lang und werden von acht Türmen gestützt. Ein mit Türmen versehenes Tor führt an der Nordseite in die Befestigungsanlage. Die Turmtypen unterscheiden sich je nach den in verschiedenen Zeitperioden vorgenommenen Reparaturen.
Ein weiteres architektonisches Merkmal vor Ort sind die Villae Rusticae (römische Landgüter). In Korykos finden sich zudem Heiligtümer und Nekropolen sowie Anlagen zur Verarbeitung und Lagerung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Die elf Reliefs in Adamkayalar, die nebeneinander in einem gedachten Rahmen angeordnet sind, sind besonders eindrucksvoll, da sie den Lebensstil ihrer Zeit widerspiegeln (Möbel, Kleidung, Schmuck).
Im Jahr 2014 wurde die Antike Stadt Korykos in die Vorschlagsliste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
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