Allgemeine Informationen

Ankara, die heutige Hauptstadt der Türkei, war in der Vergangenheit unter dem Namen Angora bekannt und liegt im nordwestlichen Teil des Landes. Die Stadt befindet sich etwa 200 km südlich des Schwarzen Meeres an der Stelle, an der drei Flüsse – Hatip Su, İnce Su und der Çubuk-Fluss – zusammenkommen. Obwohl das genaue Gründungsdatum unbekannt ist, deuten archäologische Funde darauf hin, dass das Gebiet bereits seit der Steinzeit besiedelt war. Zudem weisen diese Funde auf das Vorhandensein einer blühenden phrygischen Stadt um etwa 2000 v. Chr. hin.


Als bedeutende mittelalterliche Stadt an der Seidenstraße wurde Ankara im Jahr 333 v. Chr. von Alexander dem Großen erobert und entwickelte sich zu einer wichtigen Hauptstadt der Tektosagen. Im Jahr 25 v. Chr. wurde die Stadt von Kaiser Augustus in das Römische Reich eingegliedert und zu einer bedeutenden Provinz- und Grenzstadt.


In der frühen Geschichte stand die Stadt unter der Herrschaft des Byzantinischen Reiches, bis sie im Jahr 1073 von den Seldschukischen Türken erobert wurde. Nach der Rückeroberung durch den Kreuzfahrer Raymond IV. von Toulouse im Jahr 1101 wurde Ankara zu einem Streitpunkt zwischen den Seldschuken und rivalisierenden türkischen Grenzfürsten und wechselte mehrfach den Besitzer. Schließlich setzte sich das Seldschukische Reich durch, und Ankara erlebte eine Phase des Aufschwungs.


Die Stadt wurde während der Invasion von 1354 von Orhan Khan des Osmanischen Reiches erobert. Orhan bestieg im Jahr 1360 n. Chr. den Thron und regierte bis zu seinem Tod bei einem Jagdunfall. Ankara wurde später während des anatolischen Feldzugs von Timur – auch bekannt als Tamerlan – belagert und kam im Jahr 1403 erneut unter osmanische Herrschaft. Dadurch festigte sich seine Bedeutung als Handels- und Stadtzentrum, begünstigt durch seine Lage an der Karawanenroute nach Asien.


Im Jahr 1919 errichtete Mustafa Kemal Atatürk sein Hauptquartier in Ankara, um die Stadt zum Zentrum des Widerstands gegen den osmanischen Sultan und die griechischen Truppen nach dem Ersten Weltkrieg zu machen. 1923 wurde Ankara offiziell zur Hauptstadt der Türkei erklärt. Heute ist Ankara mit einer Bevölkerung von rund 5,6 Millionen Menschen die zweitgrößte Stadt des Landes, wobei 44 % der Einwohner unter 30 Jahre alt sind. Aufgrund ihrer hohen Lebensqualität gilt sie zudem als eine der sichersten Städte der Türkei und beherbergt staatliche Institutionen, internationale Organisationen sowie zahlreiche ausländische Botschaften, Einrichtungen und Unternehmen.


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