Ayvalik
Ayvalık, gelegen an der nördlichen Ägäisküste der Türkei gegenüber der griechischen Insel Lesbos (Mytilene), ist ein beliebter Badeort für Türken, die Sonne, Strand, Meer und Meeresfrüchte genießen möchten. Die Stadt, die früher als Kydonia bekannt war, hat eine reiche Geschichte als bedeutende Olivenanbauregion, wobei die Olivenölproduktion etwa 80 % des türkischen Olivenöls ausmacht.
Während des Osmanischen Reiches war Ayvalık ein florierendes Handelszentrum und eine der wohlhabendsten Städte an der Ägäisküste. Im Laufe der Jahre wechselte die Stadt mehrfach den Besitzer und wurde von Griechen, Türken und Kretern bewohnt. Nach dem Bevölkerungsaustausch im Jahr 1923 entwickelte sich Ayvalık zu einer interessanten und lebendigen Stadt, die ihre vielfältige Geschichte widerspiegelt.
Vor dem Bevölkerungsaustausch hatte Ayvalık 11 Kirchen, von denen heute nur noch sieben existieren. Vier dieser Kirchen wurden in Moscheen umgewandelt und sind weiterhin in Gebrauch. Die älteste und wichtigste Kirche ist die Taxiarchis-Kirche, die 1844 erbaut wurde. Sie wurde restauriert und in ein Museum umgewandelt.
Die Hamidiye-Moschee, die 1895 errichtet wurde, ist die einzige historische Moschee in der Stadt. Sie ist ein hervorragendes Beispiel für die neoklassische Architektur des 19. Jahrhunderts und bewahrt noch immer ihre ursprünglichen Merkmale.
Die einzigartige Wohnarchitektur von Ayvalık, bekannt als Ayvalık-Häuser, ist das herausragendste Merkmal der Stadt und verleiht ihr eine besondere Identität. Diese Häuser sind typischerweise auf langen und schmalen Grundstücken in einer Linie zur Straße hin gebaut. Sie können ein-, zwei- oder dreistöckig sein und verfügen über ein Zwischengeschoss. Die straßenseitigen Fassaden der Gebäude liegen sich gegenüber, was zu schmalen Fassaden und leichtem Straßenzugang führt. Jedes Haus hat einen Innenhof oder Garten im hinteren Bereich, der je nach Lage der Immobilie einen separaten Zugang erfordern kann.
Cunda, auch bekannt als Alibey-Insel, ist die größte Insel des türkischen Archipels und war früher der Sitz des griechisch-orthodoxen Metropoliten sowie des Moonlight-Klosters. Die Insel bietet atemberaubende Strände, eine ruhige Stadt mit Kopfsteinpflaster, Olivenhaine, Souvenirläden, ausgezeichnete Meeresfrüchterestaurants sowie Möglichkeiten für Wassersport und Sonnenuntergänge. Sie ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden, und Busse fahren alle paar Minuten. Alternativ können Besucher zu Fuß gehen oder ein Taxi nehmen.
Ayvalık wurde im Jahr 2017 auf die vorläufige Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
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