Antike Städte Pepouza & Tymion
Pepouza & Tymion Antike Stadt Pepouza, eine antike Stadt im Bezirk Karahallı der Provinz Uşak, war ursprünglich eine phrygische Siedlung.
Zwischen dem mittleren 2. Jahrhundert und dem 6. Jahrhundert diente Pepouza als Hauptsitz des Montanismus, einer der frühen christlichen Bewegungen. Die Montanisten glaubten, dass das Himmlische Jerusalem in Pepouza und Tymion auf die Erde herabsteigen würde. Dieser Glaube zog Anhänger aus dem gesamten Römischen Reich an und verbreitete den Montanismus weit über seine phrygischen Ursprünge hinaus.
Ein markantes Merkmal des Montanismus war die Befreiung der Frauen. Frauen durften Priesterinnen und sogar Bischöfinnen werden, was im frühen Christentum eine Seltenheit war. Dies war auf die Bewegung von Montanus (nicht zu verwechseln mit dem heiligen Montanus) im 2. Jahrhundert n. Chr. zurückzuführen. Der Montanismus erlebte jedoch einen Rückgang und verschwand bis zum späten 6. Jahrhundert.
Seit 2001 leiten die Archäologen Peter Lampe von der Universität Heidelberg und William Tabbernee aus Tulsa jährlich Ausgrabungen in Phrygien, Türkei. Ihre Forschung konzentrierte sich auf die Lokalisierung der verlorenen heiligen Stätten des Montanismus, Pepouza und Tymion. Gelehrte hatten seit dem 19. Jahrhundert nach diesen Stätten gesucht, und ihre Entdeckung lieferte wertvolle Einblicke in die Bewegung.
Die antike Siedlung in der Nähe des Dorfes Karayakuplu im Karahallı-Bezirk wurde von Tabbernee und Lampe als Pepouza identifiziert. Sie existierte kontinuierlich von der hellenistischen Zeit bis zur byzantinischen Ära und umfasste ein bedeutendes Felsenkloster, das während der byzantinischen Herrschaft ein wichtiges religiöses Zentrum darstellte.
Der Montanismus, obwohl er heute als verlorene Sekte gilt, war stark vom Kult der Cybele, der Muttergöttin, beeinflusst. Die Sekte betonte die Gleichstellung der Geschlechter, ein Prinzip, das sie von anderen christlichen Bewegungen der Zeit unterschied. Frauen hielten Schlüsselpositionen, und zwei der drei Gründer waren Frauen.
Montanus verbot die Wiederheirat nach dem Tod oder der Scheidung eines Ehepartners, was die Idee der lebenslangen Monogamie verstärkte. Er behauptete auch, dass nach der Kreuzigung Christi die göttliche Präsenz direkt zu ihm überging. In einem tranceähnlichen Zustand predigte Montanus und verkündete Prophezeiungen, wobei er behauptete, direkt für Gott zu sprechen.
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