Naturpark Bafa-See und antike Stadt Herakleia

Naturpark Bafa-See und antike Stadt Herakleia

Der Bafa-See ist ein Naturwunder in der Türkei, das für seine wunderschöne Landschaft, reiche Geschichte und ruhige Atmosphäre bekannt ist. Der Name stammt aus der ältesten Sprache der Region und bedeutet "Land des Wassers". Die Geschichte des Gebiets reicht 8000 Jahre zurück, mit antiken Ruinen in den Besparmak-Bergen (Latmos Antike Stadt).

Der See war einst Teil des Ägäischen Meeres, wurde jedoch mit Alluvium gefüllt, das vom Großen Fluss Meander transportiert wurde, wodurch der See heute 16 Kilometer vom Meer entfernt liegt. Die Söke-Ebene, die vor 2000 Jahren vom Meer bedeckt war, ist eine fruchtbare Region, die einen bedeutenden Teil der Baumwollproduktion der Türkei sowie Oliven, Feigen, Zitrusfrüchte, Weizen und Gerste liefert. Der Bafa-See ist der größte See in der Ägäisregion, bedeckt eine Fläche von 60 Quadratkilometern und hat eine Küstenlinie von 50 Kilometern Länge sowie eine Tiefe von 20 Metern. Obwohl der See relativ flach ist, ist er in den meisten Bereichen zum Schwimmen geeignet. Es gibt viele Orte rund um den Bafa-See Naturpark zu erkunden, darunter historische Stätten und landschaftlich reizvolle Locations.

Die Besparmak-Berge sind bekannt für ihre dichte Felsenstruktur, die durch natürliche Faktoren wie Wind entstanden ist. Einige Felsen in der Region wurden jedoch von Menschen der Jungsteinzeit bearbeitet. Viele felsige Wände in der Gegend haben prähistorische Fresken, während auch prähistorische Gravuren zu finden sind.

Kapıkırı, ein Dorf am Fuße des Berges Besparmak gelegen, bietet atemberaubende Ausblicke auf den Bafa-See und die Berge. Das Dorf, das 9 Kilometer von der Küste entfernt ist, ist ein ausgezeichneter Ort, um auf Ihrem Besuch in der Region Halt zu machen. Vom Kapıkırı aus können Sie einen Blick auf den Bafa-See werfen, und es gibt viele Hotels und Restaurants in der Umgebung zur Auswahl.

Der Bafa-See Naturpark und die umliegenden Gebiete bieten Touristen eine ruhige Route zur Erkundung. Der See ist bekannt für seine natürliche Schönheit, reiche Geschichte und eine Vielzahl von Vogelarten. Während der Herbst- und Frühlingsmonate benötigen Vögel mehr Schutz und Brutmöglichkeiten, und der Bafa-See bietet ihnen den perfekten Lebensraum. Im Jahr 1994 wurde die Region rund um den Bafa-See zum Natur-Schutzgebiet erklärt, und Camping rund um den See ist eine beliebte Aktivität für Vogelbeobachtung, Wandern und Fotografie-Enthusiasten.

Mehrere Inseln sind entlang des Bafa-Sees verstreut, von denen viele beliebte Sehenswürdigkeiten wie Kirchen und Klöster beherbergen. Das Siebenerkloster zeigt zum Beispiel prächtige Fresken, die Szenen aus dem Leben Jesu darstellen, sowie eine atemberaubende Landschaft. Besucher können auch botanische Touren der lokalen Flora buchen oder Archäologietouren zu den antiken Ruinen unternehmen, um diese kulturellen Schätze hautnah zu erleben. Für Abenteuerlustige sind auch Trekkingtouren in der Region verfügbar. Besucher sollten sich auf die Sommerhitze vorbereiten, indem sie einen Hut und Sonnenschutz tragen, insbesondere während der Mittagszeit, wenn die Temperaturen recht hoch sein können. Mit einer Luftfeuchtigkeit von oft bis zu 70% ist es wichtig, sich vor Outdoor-Aktivitäten auf hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit vorzubereiten!

HERAKLEIA ANTIKSTADT
Die antike Stadt, die an der Grenze zwischen Ionia und Karien liegt, wird aufgrund ihrer historischen Hintergründe typischerweise als karische Stadt betrachtet. Sie ist nach dem berühmten Mythologiehelden Herkules benannt. Die Stadt trug ursprünglich im 8. Jahrhundert v. Chr. den Namen Latmos und wurde von Mausolos, dem persischen Satrapen, erobert. Nach Alexanders Feldzug in Asien fiel sie unter die Herrschaft des Alexanderrreiches und später der Seleukiden.

Bafa-See Naturpark und die antike Stadt Herakleia
Die antike Stadt Herakleia verlor ihre Bedeutung, nachdem sie im 1. Jahrhundert v. Chr. vom Meer abgeschnitten wurde. Infolgedessen verfiel sie und wurde weitgehend unterbevölkert. Sie wurde jedoch später als ein Ort bekannt, an dem Christen Zuflucht suchten und lebten, da es gefährlich war, zu reisen oder von anderen gesehen zu werden, als der Glaube bis zum 4. Jahrhundert von den Römern verboten wurde.

Die Latmos Antike Stadt steht auf rauem und felsigem Gelände und ist von einer 6,5 km langen Mauer umgeben, die mit 65 Türmen befestigt ist. Die Stadtmauern wurden in der hellenistischen Periode aus regelmäßigem rechteckigem und quadratischem Steinwerk errichtet. Herakleia wurde nach dem Hippodamischen Stadtplan entworfen und ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine gitterförmige Parzellen- und Straßenplanung, bei der sich die Straßen im rechten Winkel kreuzen.

Der Tempel der Athena, der während der hellenistischen Periode erbaut wurde, ist eines der am besten erhaltenen Gebäude der Stadt, mit zwei Säulen und einem für die Zeit typischen Stil. Die Agora, die sich hinter dem Tempel befindet, hat zwei Stockwerke, von denen heute nur noch eines erhalten ist. Weitere Hinweise auf das Leben in dieser Zeit sind ebenfalls sichtbar – die Gebäude, die einst Geschäfte beherbergten, stehen noch, während die südlichen Wände die Verbesserung der Steinmetzarbeiten im Vergleich zu früheren Jahren zeigen.

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