Kremna Antike Stadt
Die antike Stadt Kremna liegt auf einem Hügel mit Blick auf das Kestros (Aksu) Tal in der Provinz Burdur, innerhalb der Grenzen des Ortes Çamlık.
Kremna, was auf Altgriechisch "Klippen" bedeutet, verdankt ihren Namen dem eigenartigen felsigen Terrain, das über 1200 Meter hoch ist. Während historische Aufzeichnungen der Siedlung spärlich sind, war sie über Jahrhunderte hinweg bewohnt.
Laut dem römischen Geografen Strabo wurde die Stadt einst von Amyntas, dem König der Galatier, erobert. Nach seinem Tod nahmen die Römer die Stadt unter Kontrolle, und Kaiser Augustus versuchte, Frieden in der neuen Provinz zu schaffen, indem er Veteranenkolonien in Kremna und anderen Orten ansiedelte.
Kremna erlebte seine Blütezeit im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr., während dieser Zeit wurden zahlreiche öffentliche Gebäude errichtet, darunter eine Basilika, zwei Theater und ein öffentliches Bad, das später in eine Bibliothek und Galerie umgewandelt wurde. Um diese Einrichtungen mit Wasser zu versorgen, wurde ein Aquädukt gebaut, zusammen mit einigen beeindruckenden mechanischen Vorrichtungen.
Leider ist von der vorkaiserlichen Siedlung Kremna nichts erhalten geblieben, sodass nur Ruinen aus der Mittelkaiserzeit und der Spätantike übrig sind.
Im Jahr 278 n. Chr. wurde die Region um Kremna von Banditen heimgesucht, was die Gegend für die Bewohner unsicher machte. Die römischen Truppen vertrieben schließlich die Banditen, die Zuflucht in Kremna suchten. Doch die Römer belagerten und besiegten die Banditen, was zum Verfall der Stadt und ihrer Unfähigkeit führte, sich von den während der Belagerung erlittenen Schäden zu erholen.
Während einer Forschungs-Expedition entdeckten britische Archäologen Beweise für die Belagerung, wie zum Beispiel zwei Belagerungsmauern, zahlreiche Geschosse und ein Bollwerk von Verteidigern. Die Überreste des Forums, der Basilika, der Exedra, der Bibliothek, des Theaters und der Säulenstraße können noch immer in Kremna besichtigt werden.
In den Jahren 1971-1973 führten Archäologen Ausgrabungen in Kremna durch, bei denen neun Göttinnen-Statuen entdeckt wurden, darunter Große und Kleine Athena, Leto, Hygia, Nemesis und eine gekleidete Frau. Diese Statuen wurden später ins Archäologische Museum von Burdur überführt.
Heute ist Kremna ein Zufluchtsort für Naturfreunde und Forscher, die sich in seiner großartigen Atmosphäre erholen möchten. Obwohl die Stadt mittlerweile von dichtem Grün überwuchert ist, bleibt sie ein Zeugnis der reichen Geschichte der Region.
Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zu Kremna Antike Stadt haben, zögern Sie bitte nicht, uns unter [email protected] zu kontaktieren oder uns einfach eine Nachricht per WhatsApp zu senden. Wir werden Ihnen so schnell wie möglich antworten.