Kloster Porta (Khandzta)

Kloster Porta (Khandzta)

Das Porta-Kloster (Khandzta) nimmt einen herausragenden Platz in der georgischen Geschichte ein. Heute ist die Anlage jedoch nur noch als eine Gruppe stark verfallener Ruinen erhalten, die hoch über der Straße Artvin–Ardahan liegen.

Der Heilige Gregor von Khandzta war eine der bedeutendsten religiösen Persönlichkeiten Georgiens. Er gründete und leitete zahlreiche monastische Gemeinschaften und gilt als treibende Kraft hinter der Wiederbelebung des georgischen Mönchtums. Sein wichtigstes Werk war die Gründung des Khandzta-Klosters, das auch unter dem Namen Porta bekannt ist.

Im Jahr 780 begab sich der Heilige Gregor nach Tao-Klarjeti, um das religiöse Leben in dieser Region neu zu organisieren. Tao-Klarjeti ist eine historische und kulturelle Region, die sich heute über den Nordosten der Türkei und den Südwesten von Georgien erstreckt und die Flussbecken des Çoruh (Chorokhi), des Kura sowie die oberen Quellgebiete des Aras umfasst.

Zu Beginn lebte der Heilige Gregor im Opiza-Kloster, bevor er im Jahr 782 sein eigenes Kloster in Khandzta gründete. Unter seiner Führung entwickelte sich das Khandzta-Kloster zu einem der einflussreichsten monastischen Zentren in Tao-Klarjeti und zu einer geistlichen Festung der Region.

Die erste Kirche in Khandzta war eine Holzkirche, die Ende des 8. Jahrhunderts von Gregor und seinen Anhängern errichtet wurde, zusammen mit einem Speisesaal und Wohnräumen. Im Jahr 820 wurde während der Herrschaft von Ashot I eine Steinkirche erbaut. Das heute sichtbare Kirchengebäude scheint jedoch eine spätere Ersetzung zu sein, die im Jahr 918 begonnen wurde. Aufgrund der abgelegenen Lage mussten hochwertige Baumaterialien über große Entfernungen transportiert werden. Der Bau wurde schließlich im Jahr 941 abgeschlossen.

Das Porta-Kloster (Khandzta) weist mehrere architektonische Bauphasen auf. Im 16. Jahrhundert wurde ein Glockenturm hinzugefügt. Zudem wurde eine mittelalterliche Kapelle in einen Brunnen umgewandelt, wobei ihre östliche Wand als Wasserauslass diente.

Nach der Eingliederung der Region in das Osmanische Reich und der fortschreitenden Islamisierung der lokalen Bevölkerung wurde das Kloster allmählich aufgegeben. Trotz schwerer Zerstörungen überdauerte der Hauptbau der Kirche lange Zeit auf einer künstlich angelegten Terrasse. Ein wesentlicher Teil der Fassade ging jedoch verloren, und ein großer Teil der Kuppel stürzte im Jahr 2007 ein.

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