Große Synagoge von Edirne
Die Große Synagoge von Edirne, auch bekannt als die Adrianopel-Synagoge, ist eine bedeutende historische sephardische Synagoge in der Maarif-Straße in Edirne, Türkei. Sie wurde im maurischen Revival-Stil erbaut und im Jahr 2015 umfassend restauriert.
Nach dem verheerenden Großbrand von Edirne im Jahr 1905, bei dem über 1.500 Häuser zerstört und zahlreiche Synagogen beschädigt wurden, wurde mit Genehmigung der osmanischen Regierung und auf Erlass von Sultan Abdülhamid II. am 6. Januar 1906 im Stadtteil Suriçi (Zitadelle) eine neue Synagoge errichtet. Der ursprüngliche Entwurf stammt vom französischen Architekten France Depré, der sich am Leopoldstädter Tempel in Wien orientierte. Die Synagoge bietet Platz für bis zu 1.200 Gläubige (900 Männer und 300 Frauen) und ist damit die größte Synagoge der Türkei sowie das drittgrößte jüdische Gotteshaus in Europa.
Die Synagoge wurde im Jahr 1983 aufgegeben, nachdem ein Großteil der jüdischen Gemeinde die Türkei in Richtung Israel, Europa und Nordamerika verlassen hatte. Die rechtliche Verwaltung des Gebäudes ging im Jahr 1995 auf die Generaldirektion der Stiftungen der Türkei über.
Nach umfangreichen Reparatur- und Restaurierungsarbeiten wurde die Synagoge von Edirne am 26. März 2015 wiedereröffnet. Die Eröffnung wurde mit einer offiziellen Zeremonie gefeiert, an der Ishak Ibrahimzadeh, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in der Türkei, sowie rund 500 Mitglieder der türkisch-jüdischen Gemeinschaft teilnahmen, die gemeinsam den Morgengottesdienst abhielten.
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