Die drei Grabmäler
Im Zentrum von Erzurum, etwa 300 Meter südlich der Çifte-Minare-Medrese, befindet sich der Komplex der Drei Grabmäler (Üç Kümbetler), der bis heute genutzt wird. Von den drei Bauwerken ist jedoch nur eines eindeutig als Grabmal des Emir Saltuk identifiziert. Das Areal rund um die Mausoleen war einst ein Friedhof und wurde später in eine Parkanlage umgewandelt.
Obwohl keines der drei Bauwerke beschriftet ist, schreiben der architektonische Stil sowie ein Eintrag im osmanischen Katasterregister von 1591 das Grabmal des Emir Saltuk İzzeddin Saltuk zu, der das Fürstentum der Saltukiden von 1132 bis 1168 regierte. Das Bauwerk ist gut erhalten und wird auf das 12. Jahrhundert datiert. Im Jahr 1956 wurde das Dach erneuert. Das Grabmal des Emir Saltuk ist ein achteckiger Bau, der mit abwechselnden Quadraten aus hellen und roten Steinen verziert ist. Die Dekorationen an allen Seiten – mit Ausnahme von vier – bestehen aus dunkleren Steinblöcken, während diese vier quadratischen Felder mit helleren Steinen ausgeführt sind.
Das zweigeschossige Bauwerk besteht aus einem Ober- und Untergeschoss. Der Zugang zum Obergeschoss befindet sich an der Nordwand, während das Untergeschoss ausschließlich von innen erreichbar ist. Der Eingang ist mit einem Bogen und einem dekorativen Tympanon geschmückt, das geometrische Muster zeigt. Das Untergeschoss, das vermutlich als Krypta diente, besteht aus einem rechteckigen Raum mit den Maßen 5,4 × 4,26 Meter. Der Raum ist mit einem Steinbogen überwölbt und besitzt außer dem Eingang weder Fenster noch weitere Öffnungen. Derzeit befinden sich dort keine Sarkophage.
Das zweite Grabmal, Anonym I genannt, liegt südöstlich des Mausoleums von Emir Saltuk. Der Bau ist dodekaedrisch (zwölfflächig) gestaltet und steht auf einem hohen quadratischen Sockel. Er wird von einer abgestumpften Pyramide bekrönt und ist mit der zylindrischen Trommel unterhalb des konischen Daches verbunden. Ein umlaufendes Band mit Guilloche-Ornamentik aus rotem Stein verläuft direkt unterhalb des Daches um die Trommel. Das Gebäude besteht aus zwei Geschossen, die vermutlich als Gebetsraum und Krypta genutzt wurden. Da jedoch keine Inschrift vorhanden ist, lässt sich das genaue Baujahr nicht eindeutig bestimmen. Schätzungen zur Errichtungszeit reichen – je nach Forscher – vom 13. Jahrhundert bis zum frühen 14. Jahrhundert.
Das dritte Grabmal ähnelt in seiner Struktur den beiden vorherigen, weist jedoch nicht das charakteristische hohe Fundament auf, das bei den anderen Beispielen zu finden ist.
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