Aşıklı Höyük

Aşıklı Höyük

Aşıklı Höyük
Aşıklı Höyük ist ein Siedlungshügel, der 1 km südlich des Dorfes Kızılkaya am Ufer des Melendiz-Bachs und 25 Kilometer südöstlich der Provinz Aksaray liegt. Die archäologische Stätte wurde erstmals in der präkeramischen Jungsteinzeit um 8200 v. Chr. besiedelt.

Lage und Umgebung
Aşıklı Höyük befindet sich auf 1120 Metern über dem Meeresspiegel, etwas höher als die durchschnittliche Höhe der Region von 1000 Metern. Die umliegende Landschaft wurde durch Flusserosion in Tuffablagerungen geformt. Diese fruchtbare und vielfältige Umgebung umgibt das Melendiz-Tal, in dem sich Aşıklı Höyük befindet. In der Nähe liegende Obsidianquellen machten die Region zu einem wichtigen Handelszentrum, das Ressourcen bis ins heutige Zypern oder den Irak lieferte.

Aşıklı Höyük: Die erste bekannte Siedlung Zentralanatoliens
Aşıklı Höyük ist das erste bekannte Dorf in Zentralanatolien. Neben der Jagd und dem Sammeln war die Gemeinschaft auch eine der ersten, die sich mit Ackerbau beschäftigte.

Historische Bedeutung
Die traditionelle Architektur Anatoliens ist hier besonders gut erhalten und zeigt sich in den rechteckigen Lehmziegelhäusern. Ein historisches Ereignis fand hier statt: Die weltweit erste Gehirnoperation wurde in Aşıklı Höyük durchgeführt, und der Schädel mit den chirurgischen Spuren ist heute im Aksaray-Museum ausgestellt.

Landwirtschaft und Jagd
Die Bewohner von Aşıklı begannen, Getreide und Pflanzen anzubauen, die sie zuvor in der Wildnis gesammelt hatten. Bei den Ausgrabungen wurden verkohlte Schichten entdeckt, die sowohl wild wachsenden als auch angepflanzten Weizen, Gerste und Linsen enthielten.

Die gefundenen Tierknochen zeigen, dass die am häufigsten gejagten Tiere Schafe, Ziegen, Wildrinder, Schweine, Rothirsche und Rehe waren.

Obsidian: Ein wertvoller Rohstoff
Obsidian, eine vulkanische Glasart, stammt aus der geologischen Formation dieser Region. Es war der wichtigste Rohstoff für Werkzeuge und Waffen und wurde für alltägliche Tätigkeiten wie Jagd, Schlachtung, Schilderherstellung und Lederverarbeitung verwendet.

Bestattungssitten
Nach der Ausgrabung von über 400 Gebäuden wurden nur 70 Personen gefunden, die bestattet wurden. Die Toten wurden unter den Fußböden der Wohnhäuser begraben, während die Gebäude weiterhin genutzt wurden. Die Bestattungen variierten: Einige Verstorbene wurden in der Fötusstellung beigesetzt, andere ausgestreckt auf der linken oder rechten Seite, einige mit angewinkelten Knien. Auch die Ausrichtung und die Anzahl der Personen in den Gräbern waren unterschiedlich.

Besuchen Sie Aşıklı Höyük
Aşıklı Höyük ist eine faszinierende archäologische Stätte und ein Muss für alle, die sich für die frühesten Siedlungen Anatoliens interessieren.

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