Antike Stadt Kanlıdivane (Kanytella)

Antike Stadt Kanlıdivane (Kanytella)

Etwa 50 Kilometer von Mersin entfernt liegen die Ruinen von Kanlıdivane, auch bekannt als Kanytella. Sie wurden rund um das Doline von Kanlıdivane errichtet, das eine Größe von 170 × 200 Metern aufweist und eine Fläche von etwa 12.000 Quadratmetern umfasst. Damit zählt es zu den größten Dolinen der Region.

Antike Stadt Kanlıdivane

Der Name Kanlıdivane soll sich vom antiken Namen Canytelis ableiten, der im Türkischen als „blutiger Wahnsinn“ interpretiert wird. Einige Forscher führen diese Bezeichnung auf die rötliche Farbe des Bodens in der Umgebung zurück, während andere sie mit einer lokalen Legende verbinden, nach der während der römischen Zeit Verbrecher in die Doline geworfen wurden.

Historischen Quellen zufolge war Kanlıdivane zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. Teil der Olba-Dynastie. In der römischen Epoche diente der Ort als Durchgangsroute zum Meer. Während der byzantinischen Zeit, als Antiochia unter griechischer Verwaltung stand, wurde Kanlıdivane über die Chora von Elaiussa Sebaste in dessen Herrschaftsgebiet eingegliedert. Auch in der frühchristlichen Zeit war das Gebiet von Byzantinern bewohnt. Das Stadtzentrum war von Gräbern geprägt, während in der Spätantike (4.–6. Jahrhundert n. Chr.) mehrere Kirchen errichtet wurden.

Sowohl innerhalb als auch außerhalb der antiken Stadt Kanlıdivane finden sich zahlreiche bemerkenswerte Bauwerke. Das Gelände ist von Überresten gepflasterter Steinwege umgeben, und zahlreiche Zisternen wurden angelegt, um Regenwasser zu sammeln, bevor es im Boden versickerte. Heute ist Kanlıdivane aufgrund seiner hervorragenden Akustik ein beliebter Ort für Konzerte.

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