Urartäische Ruinen von Altıntepe
Die Altıntepe-Ruinen im Bezirk Üzümlü der Provinz Erzincan liegen oberhalb des Euphrat. Die Anlage, die in das 9. bis 7. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, ist eine urartäische Festung, ein Tempel und eine bedeutende archäologische Stätte. Während der Herrschaft des Römischen und des Osmanischen Reiches diente sie als strategische Festung.
Die Ruinen wurden 1938 beim Bau der Eisenbahnlinie der Region entdeckt und zwischen 1959 und 1968 unter der Leitung von Prof. Dr. Tahsin Özgüç ausgegraben. Im Jahr 2003 wurden die Ausgrabungen auf Beschluss des Ministerrates wieder aufgenommen, wobei eine große Halle, ein Tempel, ein Lagerhaus, Stadtmauern sowie drei Kammergräber freigelegt wurden.
Die Altıntepe-Kirche, eine religiöse Stätte aus der Zeit des Byzantinischen Reiches, ist mit Mosaikböden in drei Schiffen ausgestattet, die farbenfrohe geometrische Muster sowie Darstellungen von Pflanzen und Tieren zeigen.
Archäologen entdeckten im antiken Grabhügel zahlreiche Funde aus dem 8. Jahrhundert v. Chr., darunter Elfenbein- und Metallobjekte, verzierte Helme und Schilde, Keramikgegenstände, Wandfliesen sowie eine Bronzetafel mit Keilschrifttexten und Königsprofilen. Diese Entdeckungen werden zusammen mit weiteren bedeutenden Funden aus Urartu heute im Museum für Anatolische Zivilisationen in Ankara ausgestellt. Die Darstellungen und Motive von Göttern, Menschen und Tieren unter den Funden von Altıntepe besitzen eine hohe kulturhistorische Bedeutung.
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