Abrenk (Aprank) Vank Kirche
Die Abrenk-Vank-Kirche, auch bekannt als das Kloster des Heiligen David von Abrank, ist ein bedeutendes historisches Bauwerk in Erzincan. Einer Inschrift zufolge wurde die Kirche im Jahr 1854 errichtet und gilt als eines der stärksten armenischen Klöster in Anatolien.
Trotz ihrer beeindruckenden Architektur ist die Abrenk-Kirche heute vernachlässigt und dringend schutzbedürftig. Sie liegt auf dem Berg Vank und ist aufgrund starker Schneefälle über weite Teile des Jahres nur schwer zugänglich. Über die frühe Geschichte des Klosters ist wenig bekannt; im 19. Jahrhundert diente es jedoch als bischöfliches Zentrum für den Bezirk Tercan, zu dem 34 armenische Dörfer gehörten. Die meisten erhaltenen Baustrukturen stammen aus dieser Zeit. Es wird angenommen, dass das Kloster um 1915 aufgegeben wurde. Der nördliche Teil der ummauerten Anlage ist von aneinandergrenzenden Gebäuden ausgefüllt, während sich im südlichen Bereich die Hauptkirche des Klosters, die Surp-Hovhannes-Kirche (Kirche des Heiligen Johannes), befindet. Der Eingang liegt an der Westseite; darüber befand sich ein Tympanon mit einer beschrifteten Steintafel aus dem Jahr 1854. Obwohl diese Tafel zerstört ist, sind die Inschriften und Kreuze noch erkennbar. Die Kirche besteht aus einem Langhaus, zwei Seitenschiffen und zwei Apsiden; der Innenraum ist überwiegend aus verputztem Stein gefertigt, während der Boden aus großen, polierten Steinplatten besteht.
In der Umgebung befindet sich eine kleine Kapelle mit dem Namen Kapelle des Heiligen David, die auf einem Höhenrücken südlich der Hauptanlage liegt. Diese rechteckige Kirche wurde aus wiederverwendetem Mauerwerk errichtet und weist in ihre Wände eingelassene ältere Skulpturenfragmente auf. Die Kapelle besitzt innen ein Tonnengewölbe und außen ein gewölbtes Dach. Eine Inschrift über dem Eingang besagt, dass sie als Begräbnisstätte einer unbekannten Person namens David diente, nach dem das Kloster benannt wurde.
Neben der Kapelle des Heiligen David stehen zwei Chatschkare, die jeweils 6 Meter hoch sind und auf die Jahre 1191 und 1194 datiert werden. Sie wurden aus einem freistehenden Felsen gehauen; ursprünglich gab es vier, von denen heute nur noch zwei erhalten sind. Chatschkare sind armenische Kreuzsteine – gemeißelte Gedenkmonumente mit einem Kreuz und häufig zusätzlichen Motiven wie Rosetten, Flechtmustern und pflanzlichen Ornamenten. Sie sind charakteristisch für die mittelalterliche christlich-armenische Kunst und wurden aufgrund ihrer symbolischen Handwerkskunst und Bedeutung seit 2010 von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe anerkannt.
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